Fahrbericht VW Caddy Maxi Tramper Ecofuel: Spar-Urlaub für Flexible
Freiheit und Abenteuer mit Alltagsnutzen vereinen will das Campingmobil VW Caddy Maxi Tramper. Der große Laderaum mit platzsparendem Klappbett macht Spontan-Übernachtungen genau so möglich wie den Großeinkauf fürs Wochenende. Wer als Antrieb den Erdgasmotor wählt, tankt besonders preiswert, bekommt aber auch einen Extra-Schuss Nervenkitzel mitgeliefert. Denn das Sicherstellen des Kraftstoffnachschubs ist auf großer Tour ein Abenteuer für sich. Die Preisliste startet bei 26 579 Euro.
Mini-Reisemobil
Basis des Mini-Reisemobils ist der Lieferwagen VW Caddy Maxi. Im Laderaum ist serienmäßig ein Klappbett untergebracht, das nach Umlegen der Rücksitzbank und Vorschieben der Vordersitze mit wenigen Handgriffen und geringem Kraftaufwand auseinander gefaltet werden kann. Dann bietet es recht kommoden Platz für zwei Schlafende.
Die Futon-artige Liegefläche ist nicht zu weich, das Dach wahrt einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Kopf. Zwei seitliche Schiebetüren erleichtern das Ein- und Aussteigen.
Stauraum
Das Laderaumvolumen wird durch das Bettgestell naturgemäß eingeschränkt, da unter und hinter der geklappten Schlafstatt aber noch reichlich Platz für Gepäck bleibt, kann das Reisemobil auch problemlos im Alltag zum Einkaufen, für kleinere Transporte oder die Fahrt zur Arbeit genutzt werden. Gegen Aufpreis gibt es zudem ein Arsenal an Stofftaschen, die an den hinteren Fenstern aufgehängt werden können und Platz für Waschzeug und anderen Kleinkram bieten. Mitgeliefert wird zudem eine Stoffbahn, die zur Verdunklung von Innen vor die Windschutz- und Heckscheibe gespannt wird.
Gegen Aufpreis kann weiteres Zubehör gewählt und das Komfortniveau entsprechend in die Höhe geschraubt werden. Unter anderem gibt es ein Vorzelt sowie einen Campingtisch mit passenden Stühlen. Dann allerdings wird es mit dem Laderaum knapp.
Logistisch planen
Knapp bemessen von Anfang an ist die Reichweite des Gasfahrzeugs. Rund 500 Kilometer bis 600 Kilometer Fahrt sind je nach Gasqualität drin. Auf der durchschnittlichen Urlaubsreise muss also mindestens einmal zwischendurch getankt werden. In Deutschland stehen rund 850 Erdgas-Zapfsäulen zur Wahl,
nur wenige davon liegen an der Autobahn. Da heißt es also Atlas raus und vor Fahrtantritt ordentlich logistisch planen. Ansonsten droht der bange Dauerblick auf die Tankuhr.
Denn wer unterwegs nicht weiß, wo es Nachschub gibt, hat es schwer. Passanten sind dabei keine sicheren Informationsquellen; sie leiten einen auch gern einmal zu einer der deutlich häufigeren Autogastankstellen. Doch diesen Sprit verträgt das Erdgasmobil aber nicht.
Geht dann das Erdgas aus, steht noch eine Notration von 13 Litern Benzin zur Verfügung. Damit kommt man weitere rund 150 Kilometer über die Runden. Der drohende Kraftstoffengpass kündigt sich aber bereits ausreichend früh an. Denn der Caddy verfügt über eine recht genaue anzeigende Erdgastankuhr. Der Benzinvorrat wird weniger akkurat über einen Balken im Bordcomputer angezeigt.
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1. Auto-Fan schrieb am 2.11.2009, 8:32 Uhr